ANLEITUNG
Claude Code MCP: was es ist und wie du einen Server einrichtest
MCP ist ein offener Standard, über den Claude Code mit anderen Programmen spricht: mit deiner Datenbank, deinem Projektmanagement oder den Diensten, auf denen deine App läuft. Ein MCP-Server ist der Stecker dafür. Hier steht in normalen Worten, was MCP bringt, wie du einen Server einrichtest und wie viel Zugriff du ihm geben solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Was MCP ist
- Das Model Context Protocol, laut Anthropic ein offener Standard für die Verbindung von KI und Werkzeugen. Ein Server gibt Claude Zugriff auf ein Tool, eine Datenbank oder eine API.
- Wie du einen Server hinzufügst
- Im Terminal mit claude mcp add, zum Beispiel claude mcp add --transport http expo https://mcp.expo.dev/mcp. Danach in Claude Code /mcp tippen und anmelden.
- Was sich für Apps lohnt
- Der MCP-Server von Expo für Builds und Store-Daten, der von Supabase für die Datenbank.
- Worauf du achten musst
- Ein Server handelt mit deinen Rechten. Verbinde nur Server, denen du vertraust, und gib so wenig Zugriff wie möglich.
Was ist MCP bei Claude?
MCP steht für Model Context Protocol. Anthropic beschreibt es als offenen Standard für die Verbindung von KI und Werkzeugen. Ohne MCP kennt Claude Code nur die Dateien in deinem Projekt und das Terminal. Mit einem MCP-Server kann er zum Beispiel deine Datenbank abfragen, die Logs deiner App lesen oder ein Ticket in deinem Projekttool anlegen.
Der Unterschied zu einem Skill: Ein Skill bringt Claude bei, wie er eine Aufgabe erledigt. Ein MCP-Server gibt ihm die Hände dafür, also den Zugriff auf das Werkzeug.
# Server im Internet (die meisten Dienste)
claude mcp add --transport http expo https://mcp.expo.dev/mcp
# Server, der auf deinem Rechner läuft
claude mcp add --transport stdio airtable --env AIRTABLE_API_KEY=DEIN_KEY \
-- npx -y airtable-mcp-server
# Übersicht, Details, Entfernen
claude mcp list
claude mcp get expo
claude mcp remove expoDie drei Scopes: für wen ein Server gilt
Mit --scope legst du fest, wo der Server gespeichert wird und wer ihn bekommt. Ohne Angabe gilt local.
| Scope | Gilt für |
|---|---|
| local (Standard) | Nur dich, nur in diesem Projekt |
| project | Alle im Projekt, über .mcp.json im Git |
| user | Dich, in allen Projekten |
Wann du welchen Scope nimmst
Für einen ersten Versuch reicht local. Wenn dein Team denselben Server braucht, nimm project: Dann landet er in der Datei .mcp.json im Projekt und wandert mit dem Git zu allen anderen. Aus Sicherheitsgründen fragt Claude Code vor der ersten Nutzung eines solchen Servers nach. Server, die du überall willst, zum Beispiel für die Doku deiner wichtigsten Bibliothek, gehören in user.
Welche MCP-Server sich für App-Projekte lohnen
- Expo
- Der MCP-Server von Expo liefert die aktuelle Expo-Doku, kann passende Pakete installieren und liest Build-Logs, Abstürze aus TestFlight und Bewertungen aus dem App Store und Google Play. Du brauchst ein Expo-Konto. Hinzufügen mit claude mcp add --transport http expo https://mcp.expo.dev/mcp, oder gleich über das Plugin mit claude plugin install expo@claude-plugins-official, das auch die Expo-Skills mitbringt.
- Supabase
- Der MCP-Server von Supabase listet Tabellen, führt SQL aus, legt Migrationen an und liest Logs. Supabase empfiehlt selbst, ihn mit --scope project hinzuzufügen und danach über /mcp anzumelden.
Wie viel Zugriff du einem MCP-Server gibst
Ein MCP-Server arbeitet mit deinen Rechten. Was der Server darf, darf Claude auch. Anthropic warnt deshalb: Prüf, ob du jedem Server vertraust, bevor du ihn verbindest. Server, die fremde Inhalte aus dem Internet laden, können dich für Prompt Injection angreifbar machen, also für Texte, die Claude heimlich Anweisungen geben.
Supabase wird noch deutlicher und nennt Prompt Injection den wichtigsten Angriffsweg. Ein Beispiel aus der Doku: Ein Nutzer schreibt in ein Support-Ticket einen Text, der die KI dazu bringen soll, gefährliche Abfragen auszuführen. Die Empfehlungen von Supabase: mit der Produktionsdatenbank nur verbinden, wenn die Aufgabe es wirklich verlangt, den Server mit ?read_only=true nur lesend betreiben, mit ?project_ref auf ein Projekt beschränken und jede Aktion vor dem Ausführen selbst prüfen.
Meine Regel: Am Anfang immer mit einer Testdatenbank, nie mit echten Nutzerdaten. Und die automatische Freigabe bleibt aus, bis du weißt, was der Server tut.
Warum zeigt Claude Code eine Warnung bei großen Antworten?
Ab 10.000 Tokens Antwort eines MCP-Werkzeugs warnt Claude Code, und standardmäßig ist bei 25.000 Tokens Schluss. Das schützt deinen Kontext vor riesigen Datenmengen. Wenn ein Server wirklich mehr liefern muss, kannst du die Grenze mit der Umgebungsvariable MAX_MCP_OUTPUT_TOKENS hochsetzen.
Kostet MCP etwas?
MCP selbst ist ein offener Standard und kostet nichts. Du brauchst aber Claude Code, und das ist erst ab dem Pro-Tarif dabei, siehe Claude Abo. Einzelne Server können eigene Voraussetzungen haben: Bei Expo zum Beispiel braucht die Suche in der Doku einen bezahlten EAS-Tarif.
Funktioniert MCP auch in Cursor und anderen Tools?
Ja. MCP ist nicht an Claude gebunden. Cursor, Codex und VS Code sprechen es auch, und der Server von Expo nennt alle diese Tools in seiner Anleitung. Mehr zu den Unterschieden: Cursor vs. Claude Code.
Der Kurs dazu, auf Deutsch
Wenn du es lieber gezeigt bekommst, als es zu lesen: einmal komplett von der Idee bis zur App auf deinem Handy, als Videokurs auf Deutsch und ohne Vorkenntnisse.
Weitere Anleitungen auf Deutsch
Zum Weiterlesen (englisch)
Wenn du mit einer Vorlage starten willst
NativeExpress kostet einmal 229 Dollar. Du bekommst den kompletten Code und jede künftige Version. Den Support mache ich selbst, per Discord oder E-Mail, gern auch auf Deutsch.

