ANLEITUNG
App mit KI erstellen: eine Anleitung für Leute, die nicht programmieren können
Du hast eine App-Idee, kannst aber nicht programmieren, und auf YouTube sieht es so aus, als würde die KI das in zehn Minuten erledigen. Ganz so ist es nicht, aber es geht. Ich bin Robin, ich entwickle Apps und baue sie inzwischen selbst mit KI. Hier steht, wie ich anfangen würde, wenn ich heute bei null stünde, was es kostet und an welcher Stelle die meisten aufgeben.
Das Wichtigste in Kürze
- Ja, es geht
- Eine einfache App bekommst du ohne Programmierkenntnisse hin. Je mehr sie können soll, desto mehr musst du verstehen, was die KI da baut.
- Fang kostenlos an
- Für den ersten Entwurf reichen die Gratis-Tarife von Lovable, Bolt oder Base44.
- Web-App und Store-App sind zwei verschiedene Dinge
- Viele Tools bauen nur Web-Apps. Wenn deine App in den App Store soll, musst du das wissen, bevor du dich für ein Tool entscheidest.
- Der schwere Teil kommt nach dem ersten Entwurf
- Nutzerkonten, Bezahlung, Daten und die Prüfung durch Apple und Google.
Zuerst: Web-App oder App im Store?
Das ist die Unterscheidung, die dir die meisten Tools nicht erklären. Eine Web-App ist eine Website, die sich wie eine App anfühlt. Du öffnest sie über einen Link im Browser, und sie ist in Minuten online. Eine App im Store lädst du im App Store oder bei Google Play herunter. Sie hat ein Icon auf dem Handy, kann Push-Nachrichten schicken, und Abos laufen über Apple und Google.
Für ein internes Tool oder um eine Idee auszuprobieren, reicht eine Web-App völlig. Sollen Leute deine App im Store finden und dort bezahlen, brauchst du eine Store-App. Lovable und Base44 bauen Web-Apps. Für eine Store-App brauchst du ein Tool, das das ausdrücklich kann, oder einen Coding-Agent.

Schritt für Schritt: So würde ich anfangen
- 1. Schreib auf, was die App können soll
- Bevor du ein Tool öffnest: ein Satz dazu, für wen die App ist und welches Problem sie löst. Dann die eine Funktion, ohne die sie sinnlos wäre. ChatGPT oder Claude helfen dabei, zum Beispiel so: „Ich beschreibe dir meine App-Idee. Stell mir so lange Fragen, bis du sie verstanden hast, und schreib mir dann eine Liste der Funktionen und der Bildschirme.“
- 2. Bau einen Entwurf, kostenlos
- Nimm Lovable, Bolt oder Base44 und tippe deine Beschreibung ein. Die Oberflächen sind meist englisch, schreiben kannst du in der Regel auf Deutsch. Nach einem Nachmittag hast du etwas zum Anklicken. Die Gratis-Tarife sind knapp: Lovable gibt dir 5 Credits am Tag, Base44 25 Nachrichten im Monat. Für einen ersten Eindruck reicht das.
- 3. Zeig ihn fünf Leuten
- Und zwar bevor du Geld oder Wochen hineinsteckst. Schau zu, wie sie die App benutzen, und sag nichts dazu. Wenn niemand versteht, wofür sie gut ist, hast du das für null Euro herausgefunden.
- 4. Entscheide, wie es weitergeht
- Reicht dir die Web-App, bleib beim Builder und zahl das Abo. Soll die App in den Store, würde ich zu einem Coding-Agent wechseln. Das ist eine KI, die auf deinem Rechner arbeitet und den Code selbst schreibt und ändert, zum Beispiel Claude Code oder Cursor. Es gibt auch Builder, die Store-Apps bauen. Prüf dort vorher, ob du deinen Code mitnehmen kannst, sonst fängst du bei einem Wechsel von vorn an.
- 5. Sichere jeden Stand
- Die KI macht beim Reparieren regelmäßig etwas kaputt, das vorher lief. Speichere deshalb jeden funktionierenden Stand, am besten bei GitHub. Das ist ein Speicher für Code, der jede Version aufhebt, sodass du immer zurück kannst. Wie das geht, lässt du dir von der KI Schritt für Schritt erklären.
- 6. Plane den Store ein, bevor du fertig bist
- Apple verlangt 99 Dollar im Jahr, Google einmalig 25 Dollar. Bei Google musst du mit einem neuen privaten Konto außerdem einen Test mit 12 Personen über 14 Tage machen, bevor du veröffentlichen darfst. Such dir die Tester also früh. Beide Stores wollen eine Datenschutzerklärung sehen. Und wenn Nutzer bei dir ein Konto anlegen können, müssen sie es in der App auch wieder löschen können.

Wo es schwierig wird
In Foren liest man dazu fast immer dasselbe: Für einen Entwurf ist KI großartig, bei einer richtigen App wird es zäh. Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Es liegt selten an dem, was man auf dem Bildschirm sieht.
Nutzer wollen sich mit Google oder Apple anmelden und ihr Passwort zurücksetzen können. Wenn du Geld verlangst, muss ein Server prüfen, wer bezahlt hat, sonst schaltet sich jeder die Bezahlversion selbst frei. Die Daten deiner Nutzer müssen so abgelegt sein, dass keiner die eines anderen lesen kann. Dazu kommt, dass die KI umso mehr Fehler macht, je größer die App wird, und dass du diese Fehler schwer findest, wenn du den Code nicht lesen kannst.
Machbar ist es trotzdem. Du hast an dieser Stelle drei Möglichkeiten: dazulernen, jemanden suchen, der drüberschaut, oder mit einer Vorlage starten, in der diese Teile schon gelöst sind.
Was es kostet
Die Zahlen stammen aus öffentlichen Preislisten und Marktdaten, Stand Oktober 2026. Die Quellen stehen in meinem englischen Artikel zu App-Kosten, der unten verlinkt ist.
| Weg | Kosten |
|---|---|
| Agentur beauftragen | Etwa 10.000 bis 50.000 Dollar für eine einfache App (Clutch) |
| Freelancer beauftragen | Etwa 5.000 bis 12.000 Dollar (Upwork) |
| App-Builder mit KI | 0 bis 25 Dollar im Monat, bei viel Nutzung mehr |
| Selbst bauen mit einem Coding-Agent | Rund 20 Dollar im Monat für den Agent, dazu die Dienste, die deine App nutzt |
| Gebühren der Stores, bei jedem Weg | Apple 99 Dollar im Jahr, Google einmalig 25 Dollar |

Kann ChatGPT eine App erstellen?
Den Code dafür schreiben kann es. Aber eine App muss zusammengebaut, signiert und bei Apple und Google eingereicht werden, und das passiert nicht im Chatfenster. Dafür brauchst du einen App-Builder oder einen Coding-Agent, der direkt in deinem Projekt arbeitet.
Welche KI ist die beste, um eine App zu erstellen?
Das hängt davon ab, was am Ende herauskommen soll. Für eine Web-App würde ich Lovable nehmen, für ein internes Tool mit Datenbank Base44. Für eine App im Store würde ich einen Coding-Agent wie Claude Code nehmen und ihm eine fertige Vorlage geben, damit er nicht bei null anfängt. Genau dafür habe ich NativeExpress gebaut, neutral bin ich an der Stelle also nicht. Voraussetzung ist, dass du dir zutraust, ein Programm auf deinem Rechner zu installieren und Fehlermeldungen an die KI weiterzugeben.
Kann ich kostenlos eine App mit KI erstellen?
Bis zum Entwurf ja. Lovable, Bolt und Base44 haben Gratis-Tarife, und Google AI Studio kostet zum Einstieg nichts. Sobald die App in den Store soll, zahlst du die Gebühren von Apple und Google, und für mehr als ein paar Versuche am Tag brauchst du bei den Buildern ein Abo.
Kann man mit einer App Geld verdienen?
Ja, aber nicht automatisch. Die meisten Apps außerhalb von Spielen verdienen über Abos, die Apple und Google abrechnen. Ob jemand zahlt, hängt davon ab, ob deine App ein Problem löst, für das Leute heute schon Geld ausgeben.
Und was ist NativeExpress?
Das ist mein Produkt, deshalb steht es am Ende. NativeExpress ist eine fertige Handy-App, die du als Vorlage kaufst. Sie läuft schon, bevor du irgendetwas änderst: Man kann sich anmelden, ein Abo abschließen und die KI-Funktionen benutzen.
Du gibst sie einem Coding-Agent, beschreibst deine Idee, und er baut die Vorlage zu deiner App um. Die Punkte aus dem Abschnitt „Wo es schwierig wird“ musst du dann nicht mehr lösen, weil sie schon gelöst sind.
So sieht die Vorlage aus
Drei Bildschirme aus der App, wie du sie bekommst. Die Texte sind englisch und lassen sich übersetzen.

Anmeldung mit Google, Apple oder E-Mail

Der KI-Chat

Hier wird aus einem Nutzer ein zahlender Kunde
Was in der Vorlage steckt
- Anmeldung
- Mit Google, Apple oder E-Mail. Passwort zurücksetzen und Konto löschen gehören dazu.
- Bezahlung
- Abos über Apple und Google. Ein Server prüft, wer bezahlt hat.
- Drei KI-Funktionen
- Ein Chat, Bilder erzeugen und Dinge mit der Kamera erkennen. Was du nicht brauchst, nimmst du heraus.
- Hilfe für die Stores
- Checklisten für die Einreichung bei Apple und Google und ein Werkzeug, das die Screenshots für den Store erzeugt.
- Anleitungen für die KI
- Die Vorlage erklärt deinem Coding-Agent selbst, wie sie aufgebaut ist, damit er beim Umbauen nichts durcheinanderbringt.
Unsicher, ob das zu dir passt? Lass uns kurz reden.
Buch dir ein kostenloses Gespräch, 30 Minuten. Du erzählst von deiner Idee, und wir sagen dir, ob NativeExpress dazu passt oder ob ein Builder für dich reicht.
Das Gespräch ist einmal pro Person kostenlos. Die ausführliche Beratung dauert 90 Minuten und kostet 149 Dollar.
Der Kurs dazu, auf Deutsch
Wenn du es lieber gezeigt bekommst, als es zu lesen: einmal komplett von der Idee bis zur App im Store, als Videokurs, auf Deutsch und ohne Vorkenntnisse.
Von der Idee zur App im Store
- Die Idee schärfen und einen ersten Entwurf mit KI bauen
- Einen Coding-Agent einrichten, auch wenn du noch nie ein Terminal gesehen hast
- Anmeldung und Abos, ohne sie selbst zu programmieren
- Die App bei Apple und Google einreichen
149 €einmalig
Weitere Anleitungen auf Deutsch
Zum Weiterlesen (englisch)
Wenn du mit einer Vorlage starten willst
NativeExpress kostet einmal 229 Dollar. Du bekommst den kompletten Code und jede künftige Version. Den Support mache ich selbst, per Discord oder E-Mail, gern auch auf Deutsch.

